Archiv für Juni 2009

Zwischenruf

Montag, 29. Juni 2009

Aus unerklärlichen Gründen funktioniert gerade der Bild-Upload nicht. Ich entschuldige mich und werde zusehen, das Problem einerseits so schnell wie möglich zu lösen, um andererseits euch weiter mit Bildern meiner Reise zu füttern. ;-)

Stay on!

I’m Back – Teil 2

Sonntag, 28. Juni 2009
p6080024 Der folgende Tag bedeutet für mich der Beginn eines Flug-Marathons. Doch vorerst besuchen wir neben einer Cashew Ernte die Affen-Schule von Sutat Thani. Hier wird kleinen Schimpansen in jahrelanger Arbeit beigebracht, Kokosnüsse zu “pflücken”. Die quirligen Tiere werden per Kommando auf die Palme geschickt und drehen so lange an den Nüssen, bis diese Kopf-einschlag gefährdend zu Boden fallen.
Nach kurzer Fahrt erreichen wir anschließend den Flughafen von wo aus wir die Rückreise nach Bangkok antreten. In Bangkok übernachte ich in einem Guesthouse für hauptsächlich Backpacker, wo ich interessante Gespräche mit Menschen aus aller Welt führe. Den restlichen Abend verbringe ich noch in Pat-Pong – EINKAUFEN!!! ;-) Ich musste mir tatsächlich einen weiteren kleinen Koffer kaufen, um die ergatterten Waren alle nach Hause zu bekommen.

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Früh am nächsten Morgen gebe ich mein Gepäck ab und mache mich wieder auf den Weg zum Flughafen. Ziel: Phnom Penh, Kambodscha! Nach kurzen 70 Minuten Flug komme ich in einer irgendwie völlig anderen Welt an. Das “Visa on arrival” verläuft reibungslos, die Taxi-Fahrer drängen wie gewohnt ihre Dienste anzubieten. Für schlappe 9 US$ lasse ich mich in das zuvor auskundschaftete Guesthouse fahren. Auf dem Weg schweifen meine Blicke durch die Gegend. Ich bin in Phnom Penh, der Hauptstadt von Kambodscha, und ich komme mir vor wie in einem alten Che Guevara Film. Die Armut der hier lebenden Menschen zeigt sich auf ganz fatale Art und Weise. Ein Einheimischer erklärt mir später, dass die “Zwei-Klassen Gesellschaft” hier grausame Realität ist. Es gibt sehr reiche – und eben sehr arme Menschen. Dazwischen gibt es kaum etwas.
p6100098 Von dem Guesthouse dagegen bin ich positiv überrascht! Für 12 Dollar schlafe ich hier in einem Raum mit eigenem Bad, Klimaanlage und TV. Was mir auch sehr schnell auffällt: Die hier lebenden Menschen sprechen um einiges besser englisch – und zwar spricht hier jeder englisch! Der Export in die USA macht sich nicht nur anhand der Währung bemerkbar.

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Abends treffe ich Kiet, der astrein deutsch spricht und viele interessante Informationen für mich bereithält. Er bringt mich nach unserem Gespräch an die Riverside, wo ich zu Abend esse – Pizza! Das klingt jetzt wahrscheinlich sehr dekadent, wo gerade das Essen in Asien so fantastisch ist. Ich habe mich aber so sehr darauf gefreut!! ;-)

Der nächste Tag war zu Beginn eher depremierend. Meine angesetzten Treffen stellten sich als Luftnummern oder Wohnsiedlungen dar. Nach zwei Stunden Suche hatte ich die Faxen dicke und beschloss meine Zeit sinnvoll zu gestalten – Sightseeing!!!
p6100047 Ein überaus netter und fähiger Tuk-Tuk Driver fuhr mich den ganzen Nachmittag durch die Gegend und zeigte mir alle Sehenswürdigkeiten, die innerhalb einer viertel Stunde mit 25 km/h zu erreichen waren: Wat Phnom, Nationalmuseum, Königspalast, um nur ein paar zu nennen.

Glücklich und zufrieden lasse ich mich von ihm dann wieder an den Flughafen fahren, der eine Attraktion bereithält, die ich so noch nicht gesehen habe: Gepäckband unter Palmen! Eine witzige Finesse, finde ich. ;-)

Der Abendflieger bringt mich zurück nach Bangkok, ich fahre wieder zurück zum Guesthouse, unterhalte mich mit Backpackern und gehe auch schon bald zu Bett. Der nächste Tag bringt mich zurück nach Deutschland, wo meine Familie und 15 °C weniger schon auf mich warten. Daheim.

10 Tage Thailand und Kambodscha sind vorbei. Ich habe viel gelernt, über Asien und seine Kultur, über die Reisebranche und letztendlich auch ganz viel über mich selbst. Rücklickend war es eine anstrengende Zeit, die aber auch viel Spaß bereitet und mich ein gutes Stück voran gebracht hat.
Thailand und Kambodscha sind Länder, die ich jedem unbedingt ans Herz legen möchte. Für mich steht fest, dass ich eines Tages diese Länder wieder bereisen, mir dann aber viel viel mehr Zeit lassen werde.

I’m back – Teil 1

Donnerstag, 18. Juni 2009

Zurück aus dem schön warmen Thailand bin ich letzten Donnerstag wieder im kalten Deutschland angekommen. Mittlerweile habe ich mich an die hiesigen Uhren und das Klima wieder gewöhnt und schaffe es sogar die Nächte durch zu schlafen.

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Thailand und Kambodscha waren für mich enorm interessante Erfahrungen und Eindrücke. Wenn man es schafft in die Kultur, Lebens- und Denkweise der dort lebenden Menschen einzusteigen wird die Reise in diese Länder zu einem Erlebnis, bei dem man sehr viel für die eigene Seele mitnehmen kann.

Aber nun von vorne und in allen Einzelheiten… ;-)

Am Dienstag, den 2.6. komme ich nach rund 10,5 Stunden Flug um 14 Uhr Ortszeit am Flughafen Bangkok an. Der Nachtflug war glücklicherweise nur spärlich besetzt, so dass ich es mir auf vier Plätzen nebeneinander bequem machen konnte zum Schlafen. Trotzdem noch etwas verschlafen warte ich dann auf mein Gepäck, um anschließend vom Service Shuttle zum Hotel gefahren zu werden. Mein erster Gedanke: “AH! Der fährt ja auf der falschen Seite!!” Nach weiteren ca. 5 Sekunden des Wachwerdens wurde mir dann auch klar, warum. Linksverkehr. Auch nach einer Woche Bangkok habe ich immer wieder versucht die Tür auf der “falschen” Seite zu finden und wurde regelmäßig vom freundlichen Thai auf die andere Seite gewunken. ;-)
Die Fahrt zum Hotel gestaltete sich ähnlich interessant wie das Fahren in Tunis. Verkehrsregeln scheinen zu existieren, für uns Westländer aber schwer nachzuvollziehen.
p6030013.jpg Angekommen am Hotel fielen mir die Glotzerchen fast aus den Augen. Für mich Youth Hostel erprobten 21 Jährigen erscheint das Centara Grand wie ein Königspalast. Nach anfänglichen Schwierigkeiten verstand ich dann auch das Elektizitätssystem in meinem Zimmer. Alles funktioniert über Chip-Karte, einzig das Wasser muss noch ganz normal aufgedreht werden. Ich war verdammt beeindruckt! Das Zimmer glich einer Mini-Suite und wartete mit einigen technischen und optischen Schweinereien auf. Der Blick aus der Badewanne durch das Zimmer nach draußen war doch schon sehr beeindruckend. ;-)
Meine ersten Gehversuche startete ich naiv alleine und nur mit meinem Geldbeutel bestückt. Nach 10 Minuten im Zentrum von Bangkok habe ich aufgegeben und bin den Weg, den ich zuvor gegangen war, genau wieder zurück gelaufen, um mir eine Stadtkarte zu organisieren.
Den Abend verbrachte ich auf dem Dach des Hotels, der so genannten “Red Sky Bar”. Der Blick von dort oben bei Nacht ist atemberaubend! Das Ambiente ist klasse, auch wenn ich als kleiner Rebell nicht wie alle anderen in Anzug und Krawatte auflief, sondern in Kargo-Hose und T-Shirt. ;-)

[Bild nicht gefunden]

Der nächste Tag war sehr interessant und erfolgreich. Bewaffnet mit der neuen Karte lief ich los, um die vorher auf der Karte ausgelotsten Punkte anzusteuern. Ich lief. Und ich lief. Und ich lief. Die Entfernungen auf der Karte sahen verdammt nochmal gar nicht so weit aus?! Ein Blick auf den Maßstab verriet mir dann, dass ich mich doch ein wenig verschätzt hatte. Ein freundlicher Herr von der Tourist Police bemerkte meine Unsicherheit und zeigte mir dann nach kurzem Gespräch, welche Punkte ich denn am besten besichtige. Dann organisierte er mir ein Tuk Tuk, das mich den restlichen Nachmittag begleitete und von Punkt zu Punkt fuhr. So sah ich Tempel, wo tatsächlich noch die Einheimischen beten und kaum Touristen zu sehen waren, versteckte kleine Märkte und viele schöne Impressionen. Dass der Tuk Tuk Driver gefahren ist wie ein Henker, muss ich wohl nicht erwähnen. ;-) Nerven aus Stahlseil und ein gewisses Gottvertrauen sind durchaus zu empfehlen, wenn man mit dem Tuk Tuk durch Bangkok fährt. Ich persönlich bin sehr viel mit dem Tuk Tuk unterwegs gewesen… ;-)

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Abends war dann die Eröffnungsfeier der Messe, wo ich die ersten Delegierten kennengelernt habe. Zusammen mit Sebastian ging ich nach der Feier noch den Nachtmarkt Pat Pong besichtigen, der neben seiner Rotlicht Meile ein recht großes Angebot an diversen Waren von hochwertigen Top-Designern zu sehr sehr günstigen Preisen bietet. Hier ließen wir in einer kleinen Bar den Abend ausklingen und fuhren anschließend standesgemäß mit dem Tuk Tuk bei unserem 5 Sterne Hotel vor. ;-)

Die Messe Tage beginnen und pünktlich um 08:15 Uhr startet unser Bus zum Messegelände. Eine runde dreiviertel Stunde dauert es, bis wir das Ziel erreichen. Um 09:00 Uhr habe ich mein erstes Appointment, dann geht es im 20 Minuten Takt weiter. Ein Treffen nach dem anderen, immer wieder der Versuch in 15 Minuten so viele Informationen wie möglich zu ergattern. Nach ein paar Stunden Messe fange ich an selbst meine Gedanken in englisch zu verfassen und redete, redete und redete mit unterschiedlichsten Menschen, an die man sich nachher auch noch erinnern muss. ;-) Meenzer Leut würden sagen: “Am Abend war mei Zung belzisch”. Mit anderen Worten war ich nicht mehr wirklich in der Lage meine Zunge zum Ausüben von verständlichen Lauten zu benutzen. Die Einladung von einem Luxus Hotel in Bangkok zum abendlichen Umtrunk nahmen wir natürlich trotzdem wahr. Tatsächlich lohnt sich der Abend für mich auch geschäftlich, da viele Aussteller von der Messe auch hier vertreten waren.
Der zweite Messe Tag verlief ähnlich dem ersten. Am Abend fahre ich mit Sebastian und Albert zum Siam Niramit Theater, um eine gigantische Show über Thailand und seine Kultur zu sehen. Ein sensationelles Theater mit sehr sehr viel Arbeit und Liebe zum Detail wartet hier auf Gäste, die nach der Show mit Sicherheit sehr begeistert sind.

p6060086.jpg Das war dann auch der letzte Abend in Bangkok für mich in meiner ersten Woche Thailand. Am nächsten Tag holt mich früh morgens das Shuttle vom Hotel und bringt mich zum Flughafen. Ziel: Surat Thani und Ranong. In drei Tagen versucht die Reiseleitung mir und acht weiteren Delegierten Thailand von seiner Seite zu zeigen, die fern ab von Hochhäusern und Trubel liegt. Im nördlichen Süden von Thailand treffen wir auf Städtchen, in denen die Zeit stehen geblieben scheint, auf schöne angelegte Parkanlagen und königliche Residenzen. Den ersten Abend verbringen wir erst in einem heißen Thermalbecken, um danach bei gemütlicher Runde am Meer das thailändische Abendessen zu genießen. Hier kann man es schaffen, Strapazen und Stress fallen und sich vom Rauschen des Meers betören zu lassen.

p6070101.jpg Der zweite Tag auf meiner Rundreise durch das thailandische Inland führt uns zu der ehemaligen Residenz des ersten Bürgermeisters von Ranong. Aufgebaut wie ein Fort bleibt heute von der nicht all zu alten Anlage leider nicht mehr viel zu sehen. Die Residenz des Bürgermeisters haben seine Nachkommen und die Einheimischen versucht zu erhalten, übrig geblieben ist leider nur noch ein Raum, in dem Bilder und Utensilien des ehemaligen Herrschers aufbewahrt werden. Trotz allem wirkt diese Stätte recht imposant und die allgegenwärtige Religion und Kultur mahnt wie so oft zu Respekt und Demut.

p6070130.jpg Die Reise führt uns weiter in das Umland, wo wir Halt in einem kleinen Spa Resort machen. Programm: Thai Massage, Thermalbad und Entspannung. Nach rund zwei Stunden werden wir wieder aus unseren Träumen geweckt und in die Realität des Lebens zurück gerufen.
Wir machen uns auf nach Surat Thani, wo das Thailändische Fremdenverkehrsamt schon auf uns wartet. Wir werden entführt auf einen der zahlreichen Flüsse, um bei Dämmerung das Treiben der Glühwürmchen zu beobachten. Wie riesige Weihnachtsbäume erleuchten die Ufer an bestimmten Punkten, bis sich die Glühwürmchen in der Nacht wieder verstecken.

Bis hierhin führt der erste Teil meiner Reise im fernen Asien. Fortsetzung folgt. :-)

Eingechecked

Dienstag, 02. Juni 2009

… und die ersten Eindrück gesammelt. Wahnsinn! Das Hotel inkl. Zimmer ist der Hammer. Eben ging ein heftiger Sturm los. Und gleich geh ich erst einmal shoppen und dann abends feiern… ;-)

Ausführliche Nachrichten gibts, wenn ich wieder Lust zum Schreiben habe. Man sieht sich! ;-)

Achso – hier die Bilder, die ich hier in Thailand mache: http://ausbildung.h1452348.stratoserver.net/?page_id=137
Auch über den Link hier rechts ->>> “Thailand” zu erreichen.

Abends lade ich meine Bilder vom Tag hoch.

Bis denne danne :-)